Häufige Fragen zur Biologischen Zahnheilkunde
Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen unserer Patienten. Falls Ihre Frage nicht dabei ist, können Sie uns gern kontaktieren.
Muss ich vor den Behandlungen der Biologischen Zahnmedizin irgendetwas beachten?
Grundsätzlich können Sie einfach in unsere Praxis kommen und sich von uns beraten lassen.
Um Ihren Körper optimal auf biologische Zahnbehandlungen vorzubereiten, kann eine gezielte Ernährungsumstellung sinnvoll sein. Zudem empfehlen wir oft bestimmte Nahrungsergänzungen, um das Immunsystem zu stärken. Auch der Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol oder Nikotin vor und nach der Behandlung kann die Heilung positiv beeinflussen.
Im persönlichen Gespräch klären wir aber immer vor einer Behandlung, welche Maßnahmen für Sie individuell empfehlenswert sind.
Was ist ein Zahnarzt für Biologische Zahnheilkunde?
Die Biologische Zahnheilkunde ist ein wachsender Trend, doch nicht jeder Zahnarzt, der diesen Begriff verwendet, hat eine fundierte Ausbildung darin. Ein Fachmann in diesem Bereich hat sich intensiv fortgebildet, setzt sich mit voller Überzeugung für ganzheitliche Konzepte ein und betrachtet die Zahnmedizin stets im Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit des Patienten.
Warum werden Zähne als Teil des gesamten Organismus betrachtet?
Zähne sind keine isolierten Strukturen. Jeder Zahn verfügt über eine Blut- und Nervversorgung und steht darüber in direkter Verbindung mit dem gesamten Körpersystem. Durch diese Vernetzung können Störungen im Zahnbereich Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben und umgekehrt. Zudem sind Zähne dem Gehirn sehr nahe, was ihren Einfluss noch verstärkt.
Warum ist Amalgam gesundheitlich bedenklich?
Amalgam enthält Quecksilber, das sich über Jahre hinweg im Körper ablagern und zu chronischen Belastungen führen kann. Besonders problematisch ist es, wenn Amalgamfüllungen beschädigt sind oder durch Kauen und Temperaturwechsel geringe Mengen Quecksilber freisetzen. Aus diesem Grund setzen wir in der Biologischen Zahnheilkunde auf quecksilberfreie, biokompatible Alternativen.
Warum werden Amalgamfüllungen nicht einfach ausgebohrt?
Das unsachgemäße Entfernen von Amalgam kann dazu führen, dass giftige Quecksilberdämpfe freigesetzt und vom Körper aufgenommen werden. Für die sichere Entfernung arbeiten wir daher mit einer Reihe von Schutzmaßnahmen (Verwendung von Kofferdam, Absaugtechniken, Atemschutz, Chlorella-Algen-Einlage u.v.m.).
Was kostet eine Amalgamentfernung?
Die Kosten für eine Amalgamentfernung lassen sich nicht pauschal beziffern, da sie von verschiedenen Faktoren abhängen – unter anderem von der Anzahl der Füllungen und den gewählten Schutzmaßnahmen. Nach einer gründlichen Untersuchung erhalten Sie eine erste Kosteneinschätzung, auf deren Basis wir Ihnen eine detaillierte Kostenaufstellung erstellen.
Was wird anstelle der Amalgamfüllungen eingesetzt?
Wir verwenden bevorzugt biokompatible Materialien wie Keramik, sowohl für Zahnfüllungen (inkl. Inlays) als auch für Implantate, Kronen und Brücken. Aus Keramik lösen sich keine Bestandteile, es gibt keine Allergien, keine Immunreaktionen oder elektromagnetische Störungen (Antennenwirkung, „Mund-Batterie“). Zudem ist Keramik langlebig und ausgesprochen ästhetisch, da sie die natürliche Zahnsubstanz täuschend echt nachahmt.
Warum geht von wurzelbehandelten Zähnen ein Risiko aus?
Bei einer Wurzelkanalbehandlung werden entzündetes Gewebe und Bakterien aus den Wurzelkanälen entfernt. Dies gelingt jedoch nie vollständig. In den Kanälen verbleiben in der Regel weiterhin Bakterien. Zudem sind im Zahnbein (der harten Zahnsubstanz) Dentinkanälchen vorhanden, die pathogenen Bakterien einen optimalen Lebensraum bieten. Wurzelbehandelte Zähne können toxische Substanzen freisetzen und stellen Entzündungsherde dar, die den Körper an ganz unterschiedlichen Stellen belasten können. Es gibt zahlreiche Hinweise auf Zusammenhänge zwischen solchen toten (devitalen) Zähnen und chronisch entzündlichen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen.
Aus ganzheitlicher Sicht sollte man daher die Zahnerhaltung mittels Wurzelkanalbehandlung kritisch hinterfragen, insbesondere bei Patienten mit chronischen Erkrankungen.
Was hat der Kieferknochen mit chronischen Entzündungen zu tun?
Nicht ausgeheilte, chronische Entzündungen im Kieferknochen können zu sogenannten FDOKs (Fettig degenerative Osteolysen) oder NICOs (Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis) führen. Diese unbemerkten Entzündungen können das Immunsystem dauerhaft schwächen und somit verschiedene chronischen Erkrankungen, Entzündungen und Allergien begünstigen.
Was sind spürbare Symptome einer FDOK / NICO?
Viele Betroffene verspüren anfangs keine eindeutigen Symptome. Später können unspezifische Beschwerden wie chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsstörungen auftreten. Auch lokale Schmerzen oder Druckempfindlichkeit im Kieferbereich können ein Hinweis auf eine FDOK oder NICO sein.
Wie werden FDOKs / NICOs diagnostiziert?
Mithilfe besonderer bildgebender Verfahren wie der Digitalen Volumentomographie (DVT, 3D-Röntgen) lassen sich FDOKs oder NICOs erkennen. Mit normalen Röntgenaufnahmen (2D) ist dies in aller Regel kaum möglich. Allerdings ist es wichtig, dass sich der Zahnarzt mit dieser Art von Entzündungen und ihren pathologischen Strukturen auskennt. Zusätzlich können spezielle Laboranalysen Hinweise auf entzündliche Prozesse im Kiefer liefern.
Wie kann ich eine FDOK / NICO behandeln lassen?
Die Therapie erfolgt durch eine gezielte chirurgische Entfernung des entzündeten Gewebes unter Schutzmaßnahmen, um den Körper nicht weiter zu belasten. Anschließend folgt eine Desinfektion des entstandenen Hohlraums per Ozonbehandlung (Plasma). Zur Unterstützung der Knochenregeneration sollten Sie vor und nach der Behandlung die von uns empfohlenen Vitalstoffpräparate zu sich nehmen.
Sie haben noch Fragen? Rufen Sie uns gerne an unter Tel. 089 152484.